Gymnasium Arnoldinum  
 
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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage am Arnoldinum

„Tut mir leid, Sie kommen zu spät. Die Wohnung ist schon vergeben", lautet die schroffe Absage, als die Vermieterin bemerkt, dass die Interessentin nicht dem Bild der typischen Deutschen entspricht, das sie vor Augen hatte. Stattdessen trägt die junge Frau einen lilafarbenen Turban und ist dunkelhäutig. „Ich habe Sie mir am Telefon so anders vorgestellt. Sie konnten so gut Deutsch." Mit dieser und einigen weiteren alltäglichen Szenen machte eine Münsteraner Theatergruppe den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Arnoldinum am Freitag die Problematik der Themen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt bewusst. Unter Leitung von Olaf Herzog haben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Teams das Stück „Tatverdächtige" einstudiert und bereits zahlreiche Male aufgeführt. „Schon rund 200. 000 Schüler und Schülerinnen haben dieses Theaterstück nun schon gesehen - und jetzt auch ihr", ruft Herzog den Fünft- bis Siebtklässlern zu, die - verteilt auf Matten in der Sporthalle - gespannt zuhören. Besonders eindrucksvoll wirkt die Aufführung dabei vor allem deshalb, weil die sechs Darsteller rund herum auf Tischen stehen. Um auch nichts zu verpassen, schnellen die Köpfe der jüngsten Schülerinnen und Schüler immer wieder von rechts nach links und hoch zu den Schauspielern.
Anlass für den Besuch der Theatergruppe war die Teilnahme am Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Diese bundesweite Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorzugehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft zu leisten.
Im vergangenen Schuljahr kamen die Mitglieder einer zehnten Klasse auf die Idee, eine „Schule ohne Rassismus" zu werden. Denn im Politikunterricht stand das Thema „Parteien in Deutschland" auf dem Programm, konkret beschäftigten sich die Mädchen und Jungen mit der Ankündigung der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), bei den Kommunalwahlen 2009 in den Kreistag in Steinfurt einziehen zu wollen. Vorrangige Zielgruppen - so wurde deutlich - sollten dabei Erstwähler sein, zu der bei den anstehenden Kommunalwahlen auch schon die Schülerinnen und Schüler der jetzigen Jahrgangsstufen neun und zehn gehören können.
Dies war Grund genug, sich nun aktiv mit der bestehenden Problematik auseinander zu setzen. Im Rahmen der Fahrt der Schülervertretung (SV) Ende 2007 stellten die Schüler ihre Ideen vor, es bildete sich eine Aktionsgruppe, die den Projekttag am Freitag organisierte.
Nach dem Theaterstück war der nächste Schritt dessen Aufarbeitung. Mitglieder der Pädagogikkurse der elften Jahrgangsstufe übernahmen diesen Teil des Projekttages. Die Schauspieler seines Teams hätten sich auch gern mit diesem inhaltlichen Block beschäftigt, erklärte Herzog. „Aber das hätte die Kinder wahrscheinlich zu sehr verwirrt. Gerade noch haben sie die Darsteller auf der Bühne gesehen, und plötzlich sitzen sie neben ihnen im Klassenraum." Abgesehen davon zeigten sich aber alle Beteiligten zufrieden mit dem Aktionstag. Vor allen Dingen konnten Ansätze für die Klassenverbände und die Schulgemeinschaft gewonnen werden, die eine positive Wirkung im Bereich des sozialen Lernens ermöglichen, so die Verantwortlichen.
(Laura Benning)

Schule ohne Rassismus

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