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Die Erprobungsstufe (Jahrgangsstufen 5 und 6) |
Beratungsarbeit in der Erprobungsstufe
Die Erprobungsstufe bildet pädagogisch wie organisatorisch eine Einheit, die der gezielten Beobachtung, Erprobung und Förderung der Schüler dienen soll, zugleich will sie einführen in die Arbeitsmethoden der Sek. I und II.
Die Realisierung dieser Aufgaben erfolgt nach den drei Schwerpunkten:
1. der besondern Funktion der Klassenlehrerin / des Klassenlehrers,
2. dem Prinzip des "Sanften Übergangs" und
3. der Einführung in Aspekte und Methoden des eigenverantwortlichen Arbeitens.
Der Klassenlehrer begleitet die SchülerInnen in der ersten Schulwoche intensiv nach einem besonderen Plan und ermöglicht gegenseitiges Kennenlernen der Lerngruppe, Vorstellen des gesamten Systems Schule und das Beziehen des eigenen Raumes im Haus des Lernens:
Er stellt die wichtigsten Personen im Schulbetrieb vor und hilft bei ersten Kontaktaufnahmen sowie organisatorischen Anfangsproblemen.
Dabei unterstützen ihn die Klassenpaten, meist SchülerInnen der Jahrgangsstufen 10 und 11, die die neuen Fünfer begleiten.
Auf diese Weise wird eine schrittweise Integration in den neuen Schulbetrieb intendiert.
Die Beratung und Betreuung durch den Klassenlehrer, der im ständigen Austausch mit den unterrichtenden FachlehrerInnen steht, erfolgt auf zwei Ebenen:
1. Gespräche, Hilfestellungen und intensive Beobachtung des Schülers in seiner neuen Rolle und beim Erwerb neuer Kenntnisse, Fertigkeiten und Interaktionsformen,
2. Information und Austausch über den individuellen Leistungsstand des Schülers mit den Eltern und den abgebenden GrundschullehrerInnen im Rahmen der Erprobungsstufenkonferenzen.
Der Kontakt mit den Eltern bleibt nicht beschränkt auf die üblichen Lehrersprechstunden, sondern wird aufgebaut durch Unterrichtshospitationen, telefonische Beratung bei akuten Fragen und Problemen sowie das Einbeziehen in außerunterrichtliche Aktivitäten. Klassen- und Stufenfeste, spezifische Unterrichtsgänge, Lesenacht und Klassenfahrten bieten solche Anlässe und ermöglichen den Eltern einen Einblick in das Lernumfeld ihres Kindes.
In den ersten Wochen werden in drei gesonderten Unterrichtseinheiten, sogenannten Lernspiralen, Methoden des eigenverantwortlichen Arbeitens eingeübt, konkret durch das Aufstellen von Klassenregeln, die Gestaltung des Arbeitsplatzes daheim und in der Schule und Hinweise zur Heftführung. Die Arbeit in zufallsgewählten Kleingruppen mit Zeitlimit, Zeitnehmer und Protokollanten richtet sich aus auf die themenzentrierte Kommunikation der Kinder, die Erweiterung ihrer in der Grundschule angelegten Methodenkompetenz sowie ihrer Fähigkeit, eigene Ergebnisse adressatenbezogen zu präsentieren.
Im Juni 2007 hat die Schulkonferenz im Rahmen der neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (APO SI) die verbindliche Stundentafel für das Gymnasium Arnoldinum beschlossen.
(Fotos: Dimago, Lutz Kampert) |
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