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Schüler bauen eine Arche im Grünen Klassenzimmer

Kommt eine neue Sintflut? Ist das ein Projekt aus dem Religionsunterricht? Was hat denn eine Arche im Biologieunterricht zu suchen? Solche und ähnliche Fragen wurden einer Gruppe von fünf Schülerinnen und einem Schüler aus der Klasse 8c häufiger gestellt, wenn Mitschüler, Eltern oder Lehrer von ihrem Vorhaben erfuhren. Es handelt sich aber in diesem Fall um eine bisher noch relativ wenig bekannte Biotop- oder Gartenarche, die einen aktiven Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leistet.
Bei der Suche nach einem geeigneten Wettbewerbsbeitrag für den Wettbewerb „Zukunftsscouts“ beschloss die Gruppe einen neuen Lebensraum für Tiere zu schaffen. Sie hatten festgestellt, dass auf dem Schulgelände für Tiere kein ausreichender Unterschlupf und Rückzugsraum besteht, weil
  • die Anpflanzungen fast nur aus nicht einheimischen Arten bestehen und
  • Rasenflächen und Hecken stark durch spielende Kinder frequentiert werden.
Durch ihr Projekt wollten sie außerdem anderen Schülerinnen und Schülern Anregungen geben, sich aktiv für die Umwelt einzusetzen.
So wie die Arche den Tieren Schutz vor der Katastrophe der Sintflut bot, so soll eine Biotop- oder Gartenarche Lebensraum, Unterschlupf und Nistort für einheimische Tierarten sein. Die Gartenarche ist eine Sammlung selten gewordener Biotope rund um Haus und Garten, die vielen gefährdeten Tierarten in den verarmten „aufgeräumten“ Gärten und Grünanlagen Lebensraum bietet und sie vor der „Ordnungswut“ vieler Gartenbesitzer und Pfleger von Grünanlagen schützt. Viele Kleinbiotope sind hier kombiniert und konzentriert. Eine solche „Vielzweckwohnung“ ist heute insofern im Naturschutz notwendig, weil alte, zerfallende Hütten, Hallen, Scheunen und Remisen kaum noch im menschlichen Siedlungsbereich zu finden sind. Mit den Bau- und Modernisierungsaktivitäten der letzten Jahrzehnte sind diese Lebensräume nahezu völlig von der ökologischen Bildfläche verschwunden. Um Arten, die dort anzutreffen waren, das Überleben zu ermöglichen, müssen geeignete Ersatzlebensräume geschaffen werden. Dabei spielt der Standort der Arche eine wichtige Rolle.
Aus diesem Grund liegt die Biotop-Arche in einem vergleichsweise abgeschiedenen Winkel des Schulgeländes; der direkte Anschluss an vorhandene Kleinbiotope, wie die Hecke, die Schulwiese sowie den Ökoteich ist gewährleistet. Dies ist wichtig, weil die Tiere zumeist je nach Entwicklungsstadium völlig unterschiedliche Nahrungs- und Umweltansprüche aufweisen. Die Umgebung der Arche muss zudem durch Sträucher und Bäume beruhigt werden.
Durch den Einsatz verschiedener Materialien wurden Lebensräume für verschiedenste Tierarten geschaffen:

Die für den Bau der Arche benötigten Materialien stammen aus Eigenbeständen der Schülerinnen und Schüler oder von Sponsoren.
Nach einer Planungsphase wurde die Arche trotz schwieriger Wetterbedingungen und mehrfachen Zerstörungen an der Rahmenkonstruktion rechtzeitig zum Abgabetermin des Wettbewerbs fertig gestellt. Sie kann jetzt von der Tierwelt am Arnoldinum bezogen werden (die ersten Amseln sind schon eingezogen!) und bietet in Zukunft folgende unterrichtliche Nutzungsmöglichkeiten:
  • Demonstration und Beobachtungen zur Nistbiologie, insbesondere von Hautflüglern
  • Anregungen für Schüler und Besucher, einzelne Habitate und Nistmöglichkeiten im häuslichen Garten nachzubauen
  • Beobachtung und Erfassung der Zunahme des Artenreichtums auf dem Gelände der Arche
  • Anfertigung von Langzeitprotokollen.
Im Zusammenhang mit dem gleichen Wettbewerb kümmerte sich eine andere Schülergruppe aus der Klasse 8c um die im Vorjahr angelegte Benjeshecke und eine Gruppe von drei weiteren Schülerinnen derselben Klasse brachte unter Mithilfe des Elternvertreters für das Fach Biologie, Herrn Miltner, den Schulteich, der teilweise als Müllkippe missbraucht wurde, wieder auf Vordermann und legte einen Zugangsweg zum Teich an.
Unterstützt wurden alle drei Gruppen von fünf Schülern aus der Klasse 9c, die sich schon im letzten Jahr bei der Betreuung des Grünen Klassenzimmers eingesetzt hatten.

Alle beteiligten Gruppen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Sie haben durch ihren Einsatz einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und besseren unterrichtlichen Nutzung des Grünen Klassenzimmers geleistet.

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