Känguru-Wettbewerb "Kangourou des Mathematiques" am Arnoldinum

Für die Teilnehmer geht es bei diesem Wettbewerb darum, differenziert nach Jahrgangsstufen innerhalb von 75 Minuten 30 interessante und zum Teil recht anspruchsvolle Fragestellungen aus verschiedenen Bereichen der Mathematik in Form von Multiple-Choice-Aufgaben zu lösen. Dabei sind die Aufgaben weltweit in allen Ländern nahezu identisch. Aus diesem Grund wird der Wettbewerb zeitgleich am dritten Donnerstag im März, dem sogenannten Känguru-Tag, ausgetragen.

Die Verantwortung für den Wettbewerb liegt beim internationalen Verein "Kangourou sans frontiers" in Paris. In Deutschland wird seine Durchführung vom mathematischen Institut der Humboldt-Universität in Berlin organisiert.

Die Auswertung erfolgt in allen Ländern zentral. Jeder Teilnehmer erhält eine Rückmeldung über seine Leistung in Form einer Urkunde und dazu einen Erinnerungspreis, der jährlich neu speziell für die Wettbewerbsteilnehmer hergestellt wird. Die besten Teilnehmer werden als Preisträger
ausgezeichnet und erhalten z.T. wertvolle Sachpreise. Ein besonderer Clou des Wettbewerbs ist das sogenannte Känguru-T-Shirt, das an jeder Schule der Teilnehmer erhält, dem der längste Känguru-Sprung gelungen ist, d.h. die längste Kette von richtigen Lösungen bei aufeinanderfolgenden Aufgaben.

Inzwischen (2007) ist die Zahl der Teilnehmer am Arnoldinum auf über 150 angestiegen . Zwar werden die Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme angehalten, letztlich bleibt diese aber freiwillig, zumal jeder ein Startgeld von 2 € zahlen muss. Die Freiwilligkeit birgt allerdings organisatorische Probleme, weil es sowohl Klassen gibt, die geschlossen mitmachen, als auch solche, aus denen sich nur einzelne Schüler beteiligen. Aus diesem Grund wurde die Teilnahmemöglichkeit auf die Klassen 6, 8 und 10 und interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe beschränkt.

Die Faszination, die von diesem Wettbewerb ausgeht, dokumentiert sich in der von Jahr zu Jahr größeren Zahl von Teilnehmern weltweit. Dieses liegt sicherlich aber auch in der Art der Aufgaben begründet, die - obwohl einfach gestellt - doch in vielfältiger Weise Kenntnisse, Können und Kreativität in allen Teilbereichen der Mathematik einfordern. Anders als die Aufgaben in den Schulbüchern, die sich in der Regel meist vorrangig auf aktuellen Unterrichtsstoff beziehen, sind die Känguru-Aufgaben so gewählt, dass jeweils neu überlegt werden muss, in welcher Weise die Fragestellung mit mathematischen Methoden zu lösen und zu entscheiden ist. Das Nebeneinander von einfachen und äußerst anspruchsvollen Problemstellungen führt dazu, dass sich jeder individuell herausgefordert fühlen und zu seinem Erfolgserlebnis kommen kann, wenn er nach längerem Nachdenken eine Aufgabe geschafft hat. Gleichzeitig aber können die Aufgaben wegen der Vorgabe von verschiedenen, in der Regel gut gewählten Lösungsalternativen lebhafte Diskussionen auslösen und fachkundige Argumentationen anregen, wenn Schüler hinsichtlich der richtigen Lösung unterschiedlicher Meinung sind. Aus diesem Grund lassen sich die Aufgaben durchaus auch ergänzend im Unterricht einsetzen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich die Schülerinnen und Schüler zunehmend zentral gestellten Leistungsüberprüfungen stellen müssen, bedeuten die Känguru-Aufgaben ein tolles Trainingsangebot.

Von daher gebührt ein großes "Dankeschön" den Autoren, die sich Jahr für Jahr um neue Aufgaben bemühen, und den Trägern des Wettbewerbs, die diesen Aufgabenpool im Internet zur Verfügung stellen.

Logi Känguru-Wettbewerb Weitere Informationen zum Känguru-Wettbewerb

Preisträger am Gymnasium Arnoldinum

Känguru-Wettbewerb 2007
Preisträger Gymnasium Arnoldinum Schuljahr 2006/2007



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